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Informationen zum Umweltzeichen

Umweltengagement von Kindern und Jugendlichen fördern

Umweltzeichen
Da an der Erreichung des Umweltzeichens auch SchülerInnen mitarbeiten, kann gerade die wichtige Altersgruppe der Kinder und Jugendlichen für Umweltanliegen sensibilisiert und zu ökologisch sinnvollem Verhalten mo- tiviert werden. Das Umweltzeichen kennzeichnet die Schule als eine moderne, auf Qualität ausgerichtete Bildungseinrichtung und zeigt, dass sie ihren bildungspolitischen Auftrag und ihre ökologische Verantwortung ernst nimmt.

Vorteile durch das Umweltzeichen

  1. Qualitätsmanagement
    Umweltzeichen-Schulen haben ein ökologisches Schulprogramm mit einem Leitbild und verbessern dadurch kontinuierlich ihr Angebot und Schulklima. Möglichkeiten zum Feedback, Einbindung von SchülerInnen und Personal in Planungen und Prozessmanagement oder Partnerschaften mit anderen Schulen dienen dabei als Anregungen für neue Ideen und Konzepte. Durch Förderung der Weiterbildung von LehrerInnen und anderen MitarbeiterInnen werden neue Impulse gesetzt.

  2. Lust auf gemeinsames Lernen
    Wissen wird zusätzlich zum Fachunterricht aktiv in Form von Projekten, Informationsveranstaltungen oder Exkursionen vermittelt. Die SchülerInnen erhalten damit die Möglichkeit sich selbstständig mit den Lerninhalten auseinander zu setzen.

  3. Gesundheitsförderung
    Schulen mit dem Umweltzeichen ist ein gesundes und soziales Arbeitsklima ein wichtiges Anliegen. Dem Schulalltag entsprechend wird besonders auf Ergonomie, gutes Innenraumklima und -gestaltung sowie auf soziale Themen geachtet.

  4. Effiziente Nutzung von -Ressourcen
    An Umweltzeichen-Schulen setzen sich LehrerInnen, sonstige MitarbeiterInnen und SchülerInnen durch Ist-Analysen mit ihrem Ressourcenbedarf auseinander und entwickeln gemeinsame Lösungsstrategien für ökologische und ökonomische Verbesserungen.

  5. Förderung der Nachhaltigkeit
    Umweltzeichen-Schulen wollen alle am Schulleben Beteiligten wie Eltern, MitarbeiterInnen und SchülerInnen, aber auch die Gemeinden dazu anregen, für sich und ihr Handeln Verantwortung zu übernehmen und über den Schulalltag hinaus im Sinne einer nachhaltigen Zukunft aktiv zu werden.

Was ist das Umweltzeichen?

Ziel des Umweltzeichens für Schulen ist es, dass sich alle im schulischen Alltag beteiligten Personengruppen für eine nachhaltige Entwicklung ihrer Lebenswelt einsetzen. Dabei sollen Erfahrungen aus der Umsetzung von Umweltprojekten in der Schule zum weiteren Handeln im Alltag anregen.

Schulen können durch die Ist-Analyse ihrer Umweltsituation und der Lehr- und Lernkultur sowie den daraus folgenden Zielen und der Evaluation der gesetzten Maßnahmen eine interne Qualitätssteigerung erreichen. Darüber hinaus soll durch Kooperationen mit weiteren Umweltprogrammen, mit dem Schulerhalter bzw. mit der Gemeinde, durch die Beschaffung regionaler, ökologischer oder fair gehandelter Produkte sowie über Medienarbeit eine nach außen gehende Wirkung des Umweltzeichens erzielt werden.

Das Umweltzeichen für Schulen zeichnet daher Bildungseinrichtungen für ihr besonderes Engagement in den Bereichen umweltorientiertes Handeln, Gesundheitsförderung, Umweltbildung und Förderung eines sozialen Schulklimas aus.

Der Kriterienkatalog umfasst die für Schulen relevanten Anforderungen in Form von Muss- und Soll-Kriterien sowie Zusatzinitiativen.

Folgende zehn Bereiche werden unterschieden (in all den 10 Bereichen wurden wir geprüft):

  • Umweltmanagement, Information und Soziales

  • Umweltpädagogik

  • Gesundheitsförderung, Ergonomie und Innenraum

  • Energienutzung und -einsparung, Bauausführung

  • Verkehr und Mobilität

  • Beschaffung und Unterrichtsmaterialien

  • Lebensmittel und Buffet

  • Chemische Produkte und Reinigung

  • Wasser, Abwasser, Abfallvermeidung und -reduktion

  • Außenraum

Fragen, Motive, Beweggründe

  • Wollen wir an der Rudolf-Steiner-Schule etwas in Richtung einer ökologisch nachhaltigen Alltagskultur verändern? Ja, weil

    • ein Verständnis von Ökologie zu entwickeln und ökologisches Handeln zu erleben, ist Teil des Lehr-/Erziehungsauftrages der Rudolf-Steiner-Schule

    • ökologisches Verhalten muss erfasst, erlebt und geübt werden, andernfalls behält der „Konsumismus“ die Oberhand

    • Nur wenn wir zu Hause, d.h. vor Ort in der Schule ökologisch handeln, sind wir als Schule glaubwürdig, wenn wir uns an internationalen Projekten wie etwa beim Schutz des Regenwalds beteiligen.

  • Warum wollen wir das?

    • Nachhaltigkeit (Brundtland) ist eine Lebensmaxime, ist ein aktueller
      kategorischer Imperativ

    • Verständnis wecken, was das individuelle Verhalten, das der Gruppe für Auswirkungen hat, nach der Devise: denke global und handle lokal

    • ökologisches Denken und nachhaltiges Verhalten in die Schüler und den Schulorganismus einpflanzen

    • Schülern die Erfahrung der Machbarkeit vermitteln

    • Energie und Ressourcen an der Schule einsparen

    • Weil von einer Rudolf-Steiner-Schule erwartet werden kann, dass da Impulse bzgl. Nachhaltigkeit vorhanden sind und gepflegt werden.

    • Weil in jedem Jahrgang SchülerInnen sind, die ein „Organ“ für den Bereich von Ökologie in sich tragen und etwas in der Richtung von der Schule verlangen, auch wenn es vorerst auch nonverbal bleibt.

  • Welche schulspezifischen Visionen und Wünsche gibt es dazu?

    • das Einüben von nachhaltigem Verhalten muss mit einem positiven Anreizsystem für Schüler, Lehrer und Eltern verknüpft sein, um Wirkung zu zeigen, Appelle an die Vernunft und Moral, oder gar Zwang und Druck halten wir für kontraproduktiv

    • Sekem Produktverkauf

    • Schulküche, die biologische Lebensmittel verwendet

    • Ökostrom selber erzeugen (mittels Kraft Wärme Kopplung)

    • Biologisch dynamisch geführter Schulgarten

    • Schule als Kulturzentrum, wo Nachhaltigkeit groß geschrieben wird

  • Was sind die Vorteile?

    • das Umweltzeichen gibt einen klaren Fahrplan vor

    • das Umweltzeichen hat eine klare Aufgabenstellung

    • das Umweltzeichen ist mess- und sichtbar, es ist ein klares Ziel

    • das Umweltzeichen hebt die Qualität unserer Schule im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung

    • (nicht als Motiv, aber als Folge:) das Umweltzeichen schafft uns eine gesteigerte Anerkennung in der Öffentlichkeit 

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