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Unterrichtsangebot

Das Unterrichtsangebot an der Rudolf Steiner Schule besticht durch seine große Vielfalt: Neben den üblichen Fächern werden die Schüler/innen ab der ersten Klasse in zwei Fremdsprachen, Musik, Theater, Malen, Tanz und Handwerk unterrichtet.

Die Ausbildung

Mathematik, Natur- und Kulturwissenschaften, Deutsch und Fremdsprachen sind die Grundlagen für wissenschaftlich fundiertes Wissen und fachliche Kompetenz. Nur ein lebendiger, phantasievoller Unterricht motiviert zum Lernen. Deshalb ist der Lehrstoff so gestaltet, dass Wissen erlebbar wird und in einem lebenspraktischen und ganzheitlichen Zusammenhang steht. Im Mittelpunkt steht ein Unterricht, der die individuellen Fähigkeiten fördert, nicht die schnelle Anhäufung von temporärem Prüfungswissen.

In unserer Informations- und Wissensgesellschaft ist es erforderlich, Zusammenhänge zu erkennen und Fakten richtig einzuordnen. Handwerkliche und künstlerische Fächer verstärken in der Waldorfpädagogik das kognitive Lernen.  Dies prägt das Urteilsvermögen, fördert die Aufmerksamkeit in der Wahrnehmung, schult die Kreativität und schärft den Blick für Gesetzmäßigkeiten. Zusätzlich bauen gerade diese Fächer auch Brücken zu den sozialen, ökologischen und kulturellen Herausforderungen unserer Zeit – im privaten und beruflichen Leben.

Der künstlerische Unterricht entwickelt das in jedem Menschen liegende schöpferische Potenzial. Phantasie, Innovationsfreude, Improvisationstalent, Schaffenskraft und Teamfähigkeit werden im künstlerischen Üben und Gestalten kultiviert.

Unsere fachlich und persönlich qualifizierten Lehrer/innen üben ihren Beruf mit Überzeugung aus. Sie haben sich in ihrer Ausbildung eine vertiefte Menschenkenntnis angeeignet und ihre Kreativität entwickelt. In Konferenzen und speziellen Fortbildungen arbeiten sie daran laufend weiter. Ein respektvoller, fürsorglicher Umgang miteinander, Wertschätzung, Verständnis und aufmerksames Zuhören wird den Schülern/innen aktiv vorgelebt. Die Klassenlehrerin bzw. der Klassenlehrer begleitet die Kinder in den ersten acht Schuljahren und fördert sie mit innerer Anteilnahme an ihrer Entwicklung. Eine von Menschenliebe getragene Verbindung zwischen den Lehrenden und den Schüle/innen ist die beste Grundlage für das Lernen.

Gesamtschule mit starkem Klassenverband

Die Rudolf-Steiner-Schule bietet einen durchgehenden Bildungsweg vom 6./7. bis zum 19./20. Lebensjahr an. Die Klasse bleibt somit zwölf / dreizehn Jahre lang zusammen. Sie wird zu einer tragenden Gemeinschaft, die über die Jahre wächst, sich gemeinsam entwickelt, Quereinsteiger integriert und keine Sitzenbleiber zurücklässt

Der Eintritt ist in jeder Klasse möglich. Durch den internationalen Waldorf-Rahmenlehrplan ist ein Schulwechsel innerhalb der in der ganzen Welt verbreiteten Waldorfschulen jederzeit denkbar. Auch die Möglichkeit zum internationalen Schüleraustausch wird rege genützt.

Sprachen

Rudolf-Steiner-Schüler/innen lernen bei uns bereits ab der ersten Schulstufe Englisch und Russisch. Wahlweise kann in der Oberstufe Französisch gewählt werden. In den ersten Schuljahren verläuft der Unterricht mündlich: hörend, verstehend, sprechend und spielend. Dies bringt den Kindern die klangliche und stilistische Qualität der Fremdsprache nahe. Ab dem 4. Schuljahr kommt das Schreiben in der Fremdsprache hinzu. In der Mittel- und Oberstufe wird dieses Können durch das Erlernen von Grammatik erweitert. Über den Spracherwerb hinaus haben die Schüler/innen die Möglichkeit, in fremde Kulturen einzutauchen und die andersartigen Ausdrucks-, Denk- und Verhaltensweisen kennen zu lernen. 

Warum Russisch? 

  • Eine der Hauptsprachen in Europa, immer wichtiger in der Wirtschaft, Brücke zu den slawischen Völkern.
  • Weiche und harte Lautformen erfordern eine stark differenzierte Artikulation. Die Tiefenatmung wird u. a. durch die russische Vokalität gefördert.
  • Eine verfeinerte Ausbildung des Gehörs durch eine erweiterte Tonalität als in anderen Sprachen. 
  • Das Erlernen der kyrillischen Schrift und der russischen Grammatik regt die Beweglichkeit des Denkens an.

Bewegung & Sport

Kinder sind sehr bewegungsbedürftig, besonders in den ersten Schulstufen. Sie wollen die Welt durch Tätigkeit erfahren und nicht vorwiegend durch Denken. Die Waldorfpädagogik orientiert sich an diesem Bedürfnis. Der Tag beginnt daher mit einem rhythmisch-musikalischen Bewegungsteil. Je mehr die Sinne und der Bewegungsorganismus angesprochen werden, desto höher ist die Lernkurve.

Neben dem regulären Sportunterricht gibt es ein vielfältiges Angebot für freiwillige Aktivitäten, derzeit z.B. Kinderturnen, Volleyball, Basketball und Gymnastik.

Musik

Einen hohen Stellenwert hat die Musik. Am jährlichen Tag der Musik tritt das vielfältige Musikleben der Schule öffentlich in Erscheinung: Orchester und Chöre der Unter-, Mittel- und Oberstufe, Gitarren-, Flöten- und Bläserensembles. Herausragende Solisten werden durch einen Musikförderpreis unterstützt. Oberstufenorchester und -chor unternehmen jährlich eine Tournee.

Theater

Die Aufführungen anspruchsvoller Theaterstücke sind Gemeinschaftsleistungen der gesamten Klasse. Sie gelingen als Gesamtkunstwerke, wenn die Schüler/innen alle entwickelten Kompetenzen einsetzen: sprachliche und darstellerische Ausdruckskraft, musikalische, bildnerische und technische Fähigkeiten, Organisations- und Improvisationstalent, Engagement, Präsenz und Teamfähigkeit.

Eurythmie

Ein besonderes Unterrichtsfach ist die Bewegungskunst des eurythmischen Tanz. Durch die Bewegung zu Gedichten und Musik werden in allen Altersstufen Sprachempfinden, Musikalität, Raumempfinden, soziales Bewusstsein, Konzentrationsfähigkeit, Selbstvertrauen und eigene Ausdrucksfähigkeit geschult.

Handwerk

Durch fein- und grobmotorische Tätigkeiten wird nicht nur die körperliche Geschicklichkeit ausgebildet, sondern durch die Entwicklung vielfältig differenzierter Gehirnstrukturen auch die Denk­fähigkeit. Die Schüler/innen lernen, eigene Ideen sach­gerecht in die Tat umzusetzen und rhythmische Arbeitsvorgänge über eine längere Zeit geduldig und konzentriert auszuführen. Üben sich die Mittelstufen­schüler/innen in textiler Handarbeit, Holzwerken, Tonarbeiten und Gartenbau, so befassen sich die Oberstufenschüler/innen über einen längeren Zeitraum intensiv mit einem Handwerk: Tischlern, Schmieden, Kupfertreiben, Schneidern, Spinnen, Buch­binden u.a.

Wahlfächer der Oberstufe

  • Englisch Cambridge Certificate (FCE) zur Vertiefung des Standard-Angebots
  • Russisch-Konversation
  • Schreibwerkstatt (Poetik)
  • ...

Einzigartige Projekte

Erfahrungsbezogenes, gestalterisches Lernen nimmt in der Waldorfpädagogik einen besonderen Stellenwert ein. Wobei der Handwerksunterricht ein wichtiger Teil der Oberstufe ist – verstärkt durch jährliche Praktika, vorwiegend in der Land- und Forstwirtschaft, Vermessungstechnik, im Karosseriebau des BMW-Stammwerks München und in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Die Schüler/innen tauchen in konkrete Arbeits- und Lebensprozesse ein und erweitern ihr Bewusstsein für ökologische, wirtschaftliche und soziale Zusammenhänge.

Während des achten und zwölften Schuljahres erstellt jeder/e Schüler/in eine sogenannte Jahresarbeit. Hierbei bringt er/sie an einem selbstgewählten Fachthema die Vielfalt des Gelernten in eine individuelle Form und trägt die Ergebnisse seines selbständigen Forschens öffentlich vor. Die Wahl des Themas bespricht der/die Schüler/in mit einem Betreuer, den er/sie sich sucht, und mit dem Klassenlehrer/in bzw. der Oberstufenkonferenz vereinbart. Die Grundlage der Jahresarbeit ist die eigene, selbständige Erarbeitung des Themas auf Grund von Beobachtungen, Befragungen, Versuchen und Gesprächen, sowie das Heranziehen von zusätzlichen Informationsquellen. Die Jahresarbeit besteht aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktisch-künstlerischen Teil, welche einen inneren Zusammenhang haben.

Religion

Gemäß der Interkonfessionalität der Waldorfschulpädagogik bleibt die Wahl des Religionsunterrichtes der Entscheidung der Eltern (Erziehungsberechtigten) bzw. - je nach Altersstufe - den Schülern/innen überlassen. Der Religionsunterricht für römisch-katholische, für evangelische Schüler/innen sowie Angehörige der Christengemeinschaft ist in den Stundenplan eingebaut und findet innerhalb der Schule statt. Für Schüler/innen, die an keinem der oben genannten konfessionellen Religionsunterrichte teilnehmen, bietet die Rudolf-Steiner-Schule Salzburg einen freien (überkonfessionellen) Religionsunterricht an, der von Lehrern/innen der Schule erteilt wird.

Epochenunterricht

Über einen Zeitraum von drei bis vier Wochen können sich die Schüler/innen in den ersten beiden Schulstunden mit einem speziellen Fach beschäftigen. So haben sie zum Beispiel drei Wochen lang täglich zwei Stunden Geschichte, dann wieder drei Wochen Mathematik und danach drei Wochen Biologie. Diese Form des Unterrichts ermöglicht eine besonders intensive und gründliche Auseinandersetzung mit dem Stoff.

Fachunterricht

Nach dem Epochenunterricht findet der Fachunterricht statt. Hier steht der Aspekt des Übens in kleineren Gruppen von maximal 15 Schülern/innen im Vordergrund. Besonders beim Kommunizieren in Fremdsprachen sind kleinere Gruppen ideal.

Beurteilung

Die Zeugnisse bieten eine ausführliche, individuelle Beurteilung. Diese beschreibt die Leistung im Verhältnis zu den unterschiedlichen Begabungen und Lernfortschritten in den einzelnen Fächern. Selbstverständlich erhalten die Schüler/innen aber auch ein staatlich anerkanntes Hauptschulabschlusszeugnis. Die Absolventen/innen des Maturalehrganges (13. Schulstufe) erhalten ein staatliches Reifeprüfungszeugnis.

Angebote am Nachmittag

Fernab des Klassenzimmers werden die Kinder in familiärer Atmosphäre bei ihren  Schulaufgaben begleitet, können malen, basteln und spielen – und das natürlich auch im Freien am herrlichen Schulgelände. Öffnungszeiten während der Schulzeit: 12.00 bis 17.00 Uhr, in den Sommerferien bis Ende Juli bei ausreichendem Bedarf ganztags.

Die Kinder bleiben für die freiwilligen, außerschulischen Aktivitäten vor Ort, integriert in das Umfeld ihrer Schule und ohne Fahraufwand für die Eltern. Die Angebote der Rudolf-Steiner-Schule: Sportteams, Fußball, Beachvolleyball, Kinderturnen, erlebnispädagogische Aktivitäten, Jugendgruppe Artaban mit Lager und Wanderfahrten, sowie Instrumentalunterricht. Ein attraktives Zusatzangebot ist der erste Salzburger Kinder- und Jugendzirkus SAWAZI, der als SAlzburger WAldorfschule ZIrkus von Karin Rehn-Kaufmann und Ulrich Kirschhofer an unserer Schule gegründet wurde.

INTERNATIONALER Schüleraustausch an der Rudolf Steiner Schule Salzburg

Die Waldorfpädagogik ist eine weltweite pädagogische Bewegung. Es gibt fast 1000 Waldorfschulen in 80 Ländern, und alle arbeiten auf der Basis des gleichen Lehrplans. Er orientiert sich immer an den Kindern und den Gesetzen ihrer Entwicklung – denn im Mittelpunkt steht der Mensch. 
Der Waldorf-Lehrplan ist dabei stets in die sozialen und kulturellen Gegebenheiten der verschiedenen Länder integriert. 
Dies ermöglicht einen problemlosen Schüleraustausch in der ganzen Welt und kommt der zunehmenden Mobilität der Eltern entgegen.
Ein Schüleraustausch bietet die Möglichkeit, die Sprachkompetenz der SchülerInnen zu erhöhen. 
Er fördert die Bereitschaft, sich mit der fremden und eigenen Kultur auseinander zu setzen und ermöglicht (da die Schülerinnen und Schüler in der Regel bei Gastfamilien wohnen) einen besonderen Einblick in fremde Lebensgewohnheiten und -umstände. 
Durch persönliche Begegnungen werden Vorurteile abgebaut und Neues und Fremdes eher toleriert (Abbau von Fremdenfeindlichkeit, Vorurteilen und Intoleranz). 
Schülerbegegnungen stellen auf breiter Basis eine Bereicherung für die SchülerInnen dar und erweitern extrem die Sozialkompetenz - im weitesten Sinn ein Beitrag zur Friedenserziehung, was für uns als UNESCO Schule von großer Bedeutung ist.

Gesundes Essen aus der Schulküche

Die Lebensmittel für Jause und Mittagessen aus der eigenen Schulküche kommen aus regionalen Bio-Betrieben oder sind Fair-Trade-Produkte. Als Umweltzeichen- und Klimabündnisschule fühlen wir uns der ökologischen Nachhaltigkeit verpflichtet. Bei der Zubereitung arbeiten Schüler/innen mit.

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