Die Gliederung des Tageslaufes lehnt sich an den Atemrhythmus des Menschen an.
Wenn
die Kinder ankommen, gehen sie zunächst ins Freispiel, in
dem sie sich ihr Spiel selbst organisieren. Im Freispiel ist der
Schwerpunkt
die soziale Interaktion, das spielerische Verarbeiten von Erlebtem. Der
Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt, kunstvolle
Puppenspiele werden aufgebaut, ein
Gasthaus oder Kaufmannsladen wird eröffnet, Rollenspiele
und vieles mehr finden statt.
Sozialkompetenz und Konfliktmanagement werden geübt.
Während dieser Zeit wird die gemeinsame Jause und das Mittagessen
vorbereitet, bei diesen Tätigkeiten können die Kinder je nach Intention und Fähigkeit mithelfen.
Hier finden die Kinder eine familiäre Situation vor, in der sie,
wie zu Hause der Mutter, bei den verschiedenen hauswirtschaftlichen Tätigkeiten
helfen und sich zwanglos wieder dem Spiel zuwenden können. Oft greifen Arbeit
und Spiel ineinander über, bereitet z.B. der Erwachsene das Frühstück zu,
möchte das Kind seinen Puppenkindern auch ein Frühstück servieren.
Es gibt aber während der
Freispielzeit auch andere Arbeitsangebote, die sich nach der jeweiligen
Jahreszeit richten.
Die Kinder orientieren sich am Vorbild. Die einzelnen
Arbeitsgänge sind durchschaubar, die Umgebung ist vorbereitet, so wird
nachahmendes Lernen ermöglicht. Das Arbeitsangebot ist freiwillig. Die Kinder
werden befähigt, kognitive Abläufe nachzuvollziehen und selbständig
auszuführen.