Schulforum Mobilfunk

Schützen niedrige Grenzwerte?

Zahlreiche Experten halten selbst extrem niedrige Grenzwerte, die weniger als ein Millionstel der in Deutschland gültigen Grenzwerte betragen, für bedenklich. Denn künstliche elektromagnetische Strahlung kann - unabhängig davon, ob sie stark oder schwach ist - den Organismus von Mensch und Tier stören.
In Raum und Zeit (115/2002) wird die Beeinflussung des Körpers durch Funkwellen erklärt:

"Die Integrität unseres Organismus beruht auf der Tatsache, dass jede Zelle genau das tut, was sie tun soll. Genetisch unterscheiden sie sich jedoch durch nichts. Jede menschliche Zelle enthält den menschlichen Chromosomensatz und kann als genetischer Fingerabdruck verwendet werden. Dennoch produziert das Auge kein Insulin und der kleine Zeh sieht nichts. Das weiß jedes Kind. Wie diese Spezialisierung jedoch zustande kommt, war für die Genetik bislang ein Rätsel. Heute weiß man, dass die Integrität unseres Organismus nicht allein durch biochemische Prozesse aufrechterhalten werden kann. Diese sind nämlich viel zu langsam und träge.

Eine weitaus wichtigere Rolle spielen äußerst schwache elektromagnetische Felder. Diese Felder werden von den Zellstrukturen selbst kodiert und ausgesendet. Sie übertragen mit Lichtgeschwindigkeit lebenswichtige Informationen von Zelle zu Zelle.

Jede Zelle unseres Organismus empfängt und sendet fortwährend elektro-magnetische Signale. Dieser Prozess ist für uns lebenswichtig. Er sorgt dafür, dass an jedem Ort zur richtigen Zeit genau das geschieht, was geschehen soll. Deshalb ist jede Zelle darauf programmiert, schwache elektromagnetische Signale zu interpretieren. Ist ein Empfangsignal biologisch sinnlos, wird es ignoriert. Enthält es jedoch biologisch relevante Informationen, werden diese umgesetzt - auch wenn sie die Auflösung der Synapsen oder ungehemmtes Zellwachstum suggerieren.

Die Intensität des Signals spielt dabei keine Rolle. Entscheidend ist jedoch die Dauer der Einwirkung.

Die zunehmende Verseuchung unserer Umwelt mit künstlichen elektromagnetischen Feldern, deren Frequenzspektrum willkürlich und ungeachtet jeder biologischen Relevanz gewählt wird, hat zur Folge, dass die Zellen unseres Organismus mit schwachen Signalen überflutet werden. Die Konsequenzen bleiben nicht aus: Schlafstörungen, Vergesslichkeit, Kopfschmerzen, Herzrhythmus-Störungen oder depressive Erkrankungen alarmieren unseren Verstand über das gestörte Gleichgewicht des Biofeldes."

Selbst sehr niedrige Grenzwerte können daher das Problem nicht lösen: "Grenzwerte kann es nicht geben. Die Grenzwertdiskussion erfasst bei Weitem nicht den Kern der Sache. Künstliche elektromagnetische Felder können biologisch aktiv werden, egal wie schwach sie sind. Werden sie von einer genügend großen Zellgruppe akzeptiert, greifen sie in den feinen Mechanismus der elektromagnetischen Regulierung der Eiweißsynthese ein und können zum Auslöser schädlicher biochemischer Reaktionen werden. Falsche Kommandos werden von Zelle zu Zelle weitergegeben..."

Somit ist laut dieser Erklärung jegliche künstliche elektromagnetische Strahlung eine Gefahr für den Körper, insbesondere für die Zellkommunikation. Auch extrem niedrige Grenzwerte können keinen garantierten Schutz bewirken.

Aus diesem Grund fordern zahlreiche Experten eine neue gesundheitsverträgliche Kommunikationstechnik, in welche die Mobilfunk-Gesellschaften dann investieren könnten.
Für die Einführung einer neuen Technik sprechen sich z.B. Dr. Cherry, die Bürgerwelle (Dachverband der Bürger und Initiativen gegen Elektrosmog), der Bundesverband gegen Elektrosmog, die Interdisziplinäre Gesellschaft für Umweltmedizin und zahlreiche Ärzte aus.