Schulforum Mobilfunk des
Elternrates der Rudolf Steiner Schule Salzburg
Kontakt : Michael Meyer, Tel 06217 8576
M e d i e n i n f o r m a t
i o n 19. 02. 04
Unser Protest gegen die
Mobilkom-Sender neben unserer Schule geht morgen Samstag in Salzburg, am Alten
Markt mit einem Protestinfostand weiter!
Briefwechsel mit der Fa.
Mobilkom
Zum
kolportierten Meldungen bezüglich Komunikationsdefiziten unsererseits, weisen
wir darauf hin, dass die Fa. Mobilkom unser Schreiben vom 18. 11. 02 nicht mehr
beantwortet hat. In der Anlage übermitteln wir Ihnen unseren „offenen Brief“,
den wir am 16.02.04 gleichzeitig mit dem Start unserer Protestaktionen
übermittelt haben.
Wir sind nicht
alleine...
Nach
unserem Kenntnisstand befinden sich landes- und bundesweit alleine hunderte
Mobilfunksendeanlagen in unmittelbarer Nähe von Schulen, Kindergärten
und anderen pädagogischen Einrichtungen, ganz abgesehen von anderen
sensiblen Standorten. Wegen des vorsorglichen Gesundheitsschutzes wäre es
dringend notwendig auch hier die Srahlungsbelastungen abzuklären - auch
im Hinblick auf DECT- Schnurlostelefonanlagen und kabelosen Computerfunk-
Netzwerken (WLANS).
An
unserem gestrigen
Protest-Infostand auf der Schranne in Salzburg, zeigte sich die
überwiegende Mehrheit der Passanten über die Situation an unserer Schule durch
die Medien informiert .Nahezu ausnahmslos wurden Verständnis und Symphatie für
unsere Situation bekundet.
„...seit sie bei uns in der
Nähe einen Handy-Masten aufgestellt haben, kann ich nicht mehr schlafen...aber
was kann man da machen...?“. Mit solchen und ähnlichen Meldungen waren wir
etliche Male konfrontiert. Unter den Passanten waren
auch einige LehrerInnen, die darauf hinwiesen, dass in der Nähe ihrer Schulen
auch Sender installiert seien. Einer meinte „...bei uns an der Schule haben sie
ein WLAN (kabelloses
Computerfunknetzwerk) installiert, aber ohne uns vorher darüber zu
informieren...“ Ebenso erreichen uns viele Anrufe mit ähnlichen Meldungen. Ein
Anrufer meinte gar „... könnts Ihr bei uns nicht auch was
machen...“
Wir
konnten den Betroffenen nur empfehlen sich an die Medien,
die entsprechenden Behörden, an PolitikerInnen oder den Konsumentenschutz zu
wenden.
Wir
sehen einen generellen Aufklärungsbedarf seitens der Verantwortlichen zu diesem
gesamten Themenkreis. Wenn auch die gesetzliche Situation derzeit noch ein Eingreifen seitens der Behörden und
der verantwortlichen PolitikerInnen sehr erschwert, so ist es an der
Zeit diese nicht mehr überhörbaren Probleme offen und in aller Deutlichkeit zu
diskutieren und als ersten Schritt Schutzzonen für sensible Bereiche
einzurichten. Versicherungen stufen das Risikopotential dieser Technik als nicht
absehbar ein und versichern Netzbetreiber und Handyhersteller nicht. (Süddeutsche Zeitung 27. Jan. 04 www.suedddeutsche.de/wirtschaft/artikel/589/25564/print.html