| "Nicht gefragt soll werden: Was braucht der Mensch zu wissen und zu können für die soziale Ordnung, die besteht; sondern: Was ist im Menschen veranlagt und was kann in ihm entwickelt werden? Dann wird es möglich sein, der sozialen Ordnung immer neue Kräfte aus der heranwachsenden Generation zuzuführen. Dann wird in dieser Ordnung immer das leben, was die in sie eintretenden Vollmenschen aus ihr machen; nicht aber wird aus der heranwachsenden Generation das gemacht werden, was die bestehende soziale Organisation aus ihr machen will." (Rudolf Steiner) |
Die Kinder von heute werden in Zukunft Lösungen zu den globalen Herausforderungen finden müssen, denen wir heute schon begegnen. Pädagogische Forschung und Wirtschaftswissenschaften zeigen seit einigen Jahren immer deutlicher, dass fachliches Wissen zwar unverzichtbar, allein aber nicht ausreichend ist. Hinzukommen müssen eine fachübergreifende Basisqualifikation und die Ausbildung von Interessen in möglichst vielen Bereichen (siehe dazu auch die vorläufige, noch nicht repräsentative, aber trotzdem sehr interessante Umfrage unter ehemaligen WaldorfschülerInnen in Österreich; PDF-Datei, ca. 257 kb).
Um verantwortungsbewusst handeln zu können, müssen Kinder und Jugendliche heute die Fähigkeiten entwickeln, die sie für morgen brauchen.
Insgesamt gibt es in Österreich derzeit 13 Waldorfschulen. Drei davon sind als heilpädagogische Schulen eingerichtet. In Europa sind es über 680 Schulen (einige sind erst noch im Aufbau).
Weltweit gibt es inzwischen in über 60 Staaten etwa 990 Waldorfschulen (viele sind noch im Aufbau), die nach dem Lehrplan Rudolf Steiners arbeiten, ca. 1.500 Waldorfkindergärten und hunderte heilpädagogische Heime. Es gibt zwar nationale Dachorganisationen (z.B. der Bund der österreichischen Waldorfschulen oder Bund der deutschen Waldorfschulen), jedoch kein übernationales administratives Zentralorgan. Jede Schule arbeitet autonom.
Der Lehrplan der Waldorfschule ist übernational und überkonfessionell orientiert. Er berücksichtigt jedoch kulturelle Gegebenheiten des jeweiligen Standortes auf den Gebieten der Geschichte, Sozialkunde, Geographie, Wirtschaftskunde, Literatur, Sprache, Kunst und Religion. Da Waldorfschulpädagogik sich an den Kindern und an den Gesetzen ihrer Entwicklung orientiert, ergeben sich von daher international einheitliche Schulstufen, was weltweit einen Schulwechsel für die Kinder ermöglicht. Hierdurch kommen die Waldorfschulen einer beruflich bedingten Mobilität der Erwachsenen entgegen.
Der berufliche Werdegang von Waldorfschulabsolventinnen und -absolventen wurde in einer interessanten Studie erforscht, welche von Heiner Barz und Dirk Randoll im Jahr 2007 verfasst wurde: Absolventen von Waldorfschulen (weitere Materialien dazu).
Die erzieherische Zielsetzung der manuellen Betätigung geht weit über das Nützliche hinaus. Im Bewusstsein, dass die handwerkliche Beschäftigung nicht nur die Geschicklichkeit fördert, sondern auch gerade das Denken und den Willen schult, werden folgende Fächer unterrichtet: Handarbeiten (ab 1. Schulstufe; mit folgenden Fächern in der Oberstufe: Schneidern, Spinnen, Weben, Kartonage, Buchbinden), Werken (ab 5. Schulstufe; mit folgenden Fächern in der Oberstufe: Tischlern, Töpfern, Schmieden, Kupfertreiben), Gartenbau (ab der 6. bis zur 8. Schulstufe) und Korbflechten.
Neben diesen eher plastisch-bildnerischen Fähigkeiten werden auch die sprachlich-musikalischen Fähigkeiten durch besondere Kunstreisen, Orchesterfahrten, Aufführungen größerer Theaterstücke insbesondere in der achten und zwölften Schulstufe und wöchentlichen Unterricht im Chorsingen, Gitarre oder Orchester für Mittelstufe und Oberstufe besonders gepflegt.
Neben diesen regelmäßig durchgeführten Projekten gibt es noch außerordentliche Unternehmungen, wie sie z.B. unter Projekte oder Aktuelles beschrieben werden. Eine Übersicht über die wichtigsten in diesem Jahr stattfindenden Veranstaltungen gibt der Kalender.Eurythmie ist eine von Rudolf Steiner aus den Gesetzmäßigkeiten der Sprache und der Musik entwickelte Bewegungskunst, also sichtbar gemachte "innere Bewegung" von Sprache und Musik. Sie zielt auf die Entwicklung der seelischen Flexibilität und Empfindungskraft (im Vergleich dazu: Sporterziehung = Üben der körperlichen Beweglichkeit). Eurythmie wird von der ersten bis zur sechsten und von der neunten bis zur zwölften Schulstufe unterrichtet.
Der Fremdsprachenunterricht beginnt in der Rudolf-Steiner-Schule Salzburg bereits im ersten Schuljahr mit zwei Fremdsprachen: Englisch und Russisch. Es wird dabei in den ersten Klassen die Nachahmungsfähigkeit der Kinder genutzt, die auch beim Erlernen der Muttersprache wirksam ist. Erst ab der Mittel- und Oberstufe wird dieses Können durch das Erlernen von Schrift und Grammatik erweitert.
Bei der Beschäftigung mit Fremdsprachen spielt natürlich der vordergründige Gesichtspunkt der Nützlichkeit eine Rolle. Ebenso wesentlich aber ist, dass man beim Erlernen anderer Sprachen Verständnis und Toleranz für fremde Wesensart und Kultur erwirbt.
Russisch ist zwar eine in der westeuropäischen Schulkultur noch nicht sehr häufig anzutreffende Sprache, spielt aber für die Waldorfschulen durch ihre Einzigartigkeit (eigene Schrift, völlig anders geartete Grammatik und Sprachklang) eine große Rolle. Nicht zuletzt soll eine Brücke geschlagen werden zum osteuropäischen Kulturraum, der bei uns sicher eine immer größere Rollen spielen wird.
Technik in seiner einfachsten Form bis zur hochmodernen Technologie ist Erfindung des menschlichen Geistes. Sie sollte eine dienende Funktion für den Menschen haben und nur für sein Wohl eingesetzt werden.
Das elementare Verständnis für Entwicklung und Funktion der Technik zu fördern, ist Aufgabe des Technologieunterrichts. Auf Basis praktischer Erfahrung, wie z.B. der Industrie-Projektwochen in der elften Klasse (siehe auch: Projektwochen) oder handwerklicher Kurse im Werk-, Mathematik- und Physikunterricht werden pädagogische Wege vorbereitet, auf welchen die Schüler/innen in die Welt der Informatik und des Computers eingeführt werden. Angestrebt wird dabei ein verantwortungsvoller und kritischer Umgang mit den Möglichkeiten der Technik.
Ab der 6. Klasse bilden die Naturwissenschaften Physik und Chemie (ab 7. Klasse) einen wichtigen Bestandteil des Lehrplans. Durch viele einzelne besondere Projekte, die regelmäßigen Projektwochen, die Wahlpflichtseminare, aber auch den epochierten Unterricht können sich die Schüler/innen mit den Naturdingen phänomenologisch vertraut machen und eventuell schon vorhandenes Wissen vertiefen.
Ein besonderer Stellenwert wird dabei der konkreten Naturbeobachtung und dem Experiment beigemessen (Beispiele: 11. Klasse, konkrete Mikrobiologie, Tiefseeforschung).
Aus der Sicht der Waldorfschulpädagogik ist es unumgänglich, dass ein junger Mensch nicht ohne Pflege der Gemüts- und Ehrfurchtkräfte heranwachsen soll, weil diese ein Fundament des moralischen und sozialen Verhaltens sind. Die Teilnahme an einem Religionsunterricht ist deshalb für die Schüler/innen in der Rudolf-Steiner-Schule Salzburg obligatorisch.
Gemäß der Interkonfessionalität der Waldorfschulpädagogik bleibt die Wahl des Religionsunterrichtes der Entscheidung der Eltern (Erziehungsberechtigten) bzw. - je nach Altersstufe - dem/der Schüler/in überlassen. Der Religionsunterricht für römisch-katholische, für evangelische Schüler/innen sowie Angehörige der Christengemeinschaft ist in den Stundenplan eingebaut und findet innerhalb der Schule statt.
Für Schüler/innen, die an keinem der oben genannten konfessionellen Religionsunterrichte teilnehmen, bietet die Rudolf-Steiner-Schule Salzburg einen freien christlichen (überkonfessionellen) Religionsunterricht an, der von Lehrern/innen der Schule erteilt wird.
Am Ende eines jeden Schuljahres erhalten die Schüler/innen statt eines Notenzeugnisses eine ausführliche Verbalbeurteilung, in der sowohl auf die individuelle Entwicklung und den augenblicklichen Leistungsstand des/der Schülers/in eingegangen wird, als auch der Ausblick für die Aufgaben der Zukunft geschaffen wird.
Am Ende der achten Klasse erhalten die Schüler/innen außerdem mit dem Hauptschulabschlusszeugnis ein Notenzeugnis.
Am Ende der zwölften Klasse steht der Waldorfschulabschluss mit der großen Abschlussarbeit und einer größeren künstlerischen Darstellung (Eurythmie und Theater).
Seit dem Schuljahr 1996/97 besteht an der Rudolf-Steiner-Schule Salzburg die Möglichkeit, nach einem dreizehnten Schuljahr die Maturaprüfung abzulegen.
Heute ist es notwendig, den jungen Menschen schon in der Schulzeit Gelegenheit zu geben, Einblick in die wirkliche Arbeitswelt zu erhalten und sich in dieser zu bewähren. Erfahrungen und Erlebnisse aus dem Umgang und aus der Auseinandersetzung mit konkreten Verhältnissen heutiger Arbeitsvorgänge bieten den jungen Menschen die Möglichkeit, die Fähigkeiten und Neigungen in sich zu entwickeln, die sie für morgen brauchen.
Folgende Projektwochen in der Oberstufe dienen diesem Ziel:
Dem Wunsch nach Differenzierung, Individualisierung und Vertiefung kann in besonderer Weise durch Wahlpflichtseminare nachgekommen werden, welche Klassen übergreifend ab der 9. Schulstufe angeboten werden. Hierfür steht (in der Regel) der Freitagnachmittag zur Verfügung. Es werden in unterschiedlichen Gruppengrößen Kurse zu ausgewählten Themen angeboten (z.B. Volleyball, Hathayoga, Tanz, Schreibwerkstatt, Chinesische Tuschemalerei, Orchester, Englisch und Spanisch für besonders Sprachbegabte, etc.).
An diesen Kursen können auch Eltern teilnehmen, sofern noch Plätze frei sind (bitte nachfragen bei Michael Walter).
Während des achten und zwölften Schuljahres erstellt jede/r Schüler/in eine sogenannte Jahresarbeit (siehe z.B.: Jahresarbeiten der 8. Klasse 07/08). Hierbei bringt er/sie an einem selbstgewählten Fachthema die Vielfalt des Gelernten in eine individuelle Form und trägt die Ergebnisse seines selbständigen Forschens öffentlich vor.
Die Wahl des Themas bespricht der/die Schüler/in mit einem Betreuer, den er/sie sich sucht, und mit dem Klassenlehrer bzw. der Oberstufenkonferenz (siehe auch: Selbstverwaltung) vereinbart. Die Grundlage der Jahresarbeit ist die eigene, selbständige Erarbeitung des Themas auf Grund von Beobachtungen, Befragungen, Versuchen und Gesprächen, sowie das Heranziehen von zusätzlichen Informationsquellen.
Die Jahresarbeit besteht aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktisch-künstlerischen Teil, welche einen inneren Zusammenhang haben.
An bestimmten Samstagen im Jahr versammelt sich die Schulgemeinschaft zu ausgewählten künstlerischen Darstellungen der Aktivitäten in den Klassen, den Schulfeiern. Aus dem Unterricht werden Lieder, Gedichte, Übungen, kleine Spiele, Sketche vorgeführt, aber auch Beispiele und Demonstrationen von Unterrichten selbst. Diese Feiern werden meist durch das Schulorchester umrahmt und von Eltern und Freunden der Schule gerne besucht, weil sie ein farbenprächtiges Kaleidoskop des Schullebens bilden.
Die Epochenfeiern haben einen intimeren Charakter und sind nicht öffentlich. Einzelne Klassen zeigen nach gewissen Epochen, was sie in der Zeit erarbeitet haben. Hierzu werden andere Klassen und Eltern oder Freunde der Schule eingeladen.
Nach dem erfolgreichen Abschluss der 12. Klasse besteht die Möglichkeit zum Besuch des Maturalehrganges (pdf-Datei, ca. 830kb), in dem die Schüler/innen auf die Reifeprüfung vorbereitet werden. Die Reifeprüfung berechtigt zum Studium an der Universität. Überblick über die verschiedensten Lebensgebiete, Einblick in Sachzusammenhänge und vernetztes Denken sind Früchte der Bemühungen von Lehrern und Schüler/innen (siehe auch: Schulrundgang).
Der/die Klassenlehrer/in unterrichtet die Kinder einer Klasse von Beginn der Schulzeit an oft durchgehend acht Jahre lang während der ersten beiden Schulstunden des Tages (8:15 - 9:55 Uhr), dem sogenannten Hauptunterricht. Er begleitet ihre Entwicklung von der Kindheit zur Jugendzeit mit innerer Anteilnahme und fördert sie. Er führt sie durch verschiedene Fächer (siehe auch: Aufgabenbereiche des/der Klassenlehrers/in), die er/sie in jeweils drei- bis vierwöchigen Epochen unterrichtet.
Daneben ist es dem/der Klassenlehrer/in ein Anliegen, sich mit den Kindern seiner/ihrer Klasse in ständiger Selbsterziehung weiter zu entwickeln und zu wandeln, da Kinder das Vorbild des werdenden Menschen brauchen.
Fachlehrer/innen dagegen werden neben den Fremdsprachen, Turnen, Handarbeit, Werken, Gartenbau, Malen/ Zeichnen, Musik, Eurythmie und Religion besonders in der Oberstufe (9. bis 12. Schulstufe) eingesetzt. Sie sollen dem/der Jugendlichen die Möglichkeit geben, seine/ihre Individualität stärker zu entwickeln. Hier spielt die Gliederung des Stundenplans in Epochen eine große Rolle.
Der/die Klassenlehrer/in unterrichtet Deutsch, Mathematik, Geometrie, Geschichte, Geographie, Biologie (Menschenkunde, Pflanzenkunde, Tierkunde, Mineralogie), Astronomie, Chemie, Physik, Malen (Aquarellieren)/Zeichnen (Formenzeichnen, Kohlezeichnen, Perspektive), in den Unterstufen auch Spielturnen/Sport. Dazu ist auch noch ein Nebenfach zu unterrichten. Z.B. Englisch, Musik, Handarbeit o.ä. Die Vielfältigkeit, die diese Stofffülle erfordert, verlangt dem/der jeweiligen Lehrer/in viel ab. Er/sie muss sich für den Unterricht in den acht Schulstufen einen weiten Horizont aneignen, in der Lage sein, Tafelbilder in hoher künstlerischer Qualität zu erstellen, über die Jahre hinweg den Hauptunterricht stets lebendig zu gestalten, sich der Freuden und Sorgen der Kinder anzunehmen und mit den Eltern regen Kontakt zu pflegen. Jedes Jahr sollte er/sie einen oder mehrere Ausflüge, Exkursionen, Wandertage, bzw. Klassenfahrten organisieren und durchführen, bei den regelmäßigen Epochenfeiern oder Schulfeiern Beiträge mit seiner/ihrer Klasse vorbereiten und bei den Jahresfesten Michaeli, Advent, Weihnachten, Ostern, Johanni und eventuell Fasching mitwirken.
Schulautonomie ist für Waldorfschulen die notwendige Grundlage sinnvoller pädagogischer Arbeit. Jede Waldorfschule ist ein eigenständiger Organismus, der durch Eltern und Lehrer/innen im Interesse der Kinder selbst verwaltet wird. Die im Inneren differenzierte Autonomie umfasst den rechtlichen, den wirtschaftlichen und den pädagogischen Bereich (siehe auch: Gremien).
Im Rechtsbereich wirken Eltern und Lehrer/innen zusammen, um der Schule Regeln für ein optimales Zusammenwirken zu geben.
Im Wirtschaftsbereich bilden die Eltern die entscheidende Grundlage. Ihr unmittelbarer finanzieller Beitrag sowie ihre Initiative und Arbeitskraft bei verschiedensten Aktivitäten ermöglichen die Existenz der Schule (siehe auch: Finanzierung).
Die pädagogischen Fragen sind in die Verantwortung und Kompetenz des Lehrerkollegiums gelegt.
Die Lehrer/innen treffen sich wöchentlich zu verschiedenen Konferenzen: Pädagogische, Technische, Interne Konferenz. Dazu noch sogenannte Stufen-Konferenz (gesonderte Konferenzen der Unter- Mittel- und Oberstufe). Diese Konferenzen werden kollegial geführt und haben keine hierarchische Struktur. Hier werden alle Fragen, die das pädagogische Leben innerhalb der Schule und die Organisation des Schulalltags betreffen, behandelt. Alle Lehrer/innen wirken gleichberechtigt mit. Das Bemühen um ein Verständnis des menschlichen Wesens, seiner Entwicklungsgesetze und um die Fortentwicklung der Pädagogik auf der Basis der Menschenkunde, wie sie von Rudolf Steiner erforscht wurde, bildet die gemeinsame Grundlage.
Rechtsträger der Rudolf-Steiner-Schule Salzburg ist der "Waldorfschulverein Salzburg, Verein zur Förderung der Pädagogik Rudolf Steiners". Er ist die pädagogische, soziale und wirtschaftliche Gemeinschaft von Eltern, Lehrern/innen und Mitarbeitern/innen. Der Vorstand ist das Rechts- und Beschlussorgan des Schulvereins.
Um der Vielfalt aller Aufgaben im Rahmen der schulischen Selbstverwaltung gerecht zu werden, bilden sich besondere Kreise für bestimmte Arbeitsbereiche.
Mutter oder Vater eines/er Waldorfschülers/in zu sein bedeutet, den Erfordernissen der Erziehungsaufgabe mit den Lehrern/innen gemeinsam gerecht zu werden und für sich selbst auch Lernfelder für soziale Mitgestaltung und Mitverantwortung vorzufinden. Die Schule lebt von der Initiative, der Mitarbeit und der Mitverantwortung aller am Schulleben Beteiligten (siehe auch: Gremien). Für die Schüler/innen stellt das Erleben von Selbstverwaltung und Selbstorganisation durch die Eltern und Lehrer/innen einen wichtigen erzieherischen Faktor dar.
Eltern und Lehrer/innen sind gemeinsam verantwortlich für die Erziehungsarbeit im Interesse der Schüler/innen und deren Bildung. Intensive Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrern/innen ist die Grundvoraussetzung dafür. Dieser Zusammenarbeit dienen: Elternabende, Schulfeiern, Epochenfeiern, Vorträge, Konzerte, Seminare, die dazu beitragen, den Kontakt zwischen Eltern, Lehrern/innen, Schülern/innen und der Öffentlichkeit insgesamt herzustellen und zu vertiefen.
Waldorflehrer/in kann jede/r werden, wer diese Tätigkeit nicht nur als einen Job ansieht, sondern als einen sehr verantwortungsvollen Beruf, bei welchem sich der ganze Mensch mit all seinen Talenten einsetzen muss. Ein ständiges Interesse an der eigenen Weiterbildung ist genauso selbstverständlich wie die Fähigkeit zur kollegialen Zusammenarbeit und die Bereitschaft zum freiwilligen Engagement in der Selbstverwaltung bei Festen oder Aktivitäten wie Bazar, Flohmarkt oder Schulfeiern. Zum Berufsbild gehört dazu, den Menschen als ein geistig-seelisch-physisches Wesen zu betrachten und sich intensiv mit den Schriften und Vorträgen von Rudolf Steiner zu befassen.
Die nächsten Ausbildungsstätten sind in Wien und Stuttgart. Die Kurse bauen auf ein akademisches Studium auf (Dauer 1 - 3 Jahre) oder auf den Abschluss einer Lehre mit anschließender (genügender) Berufserfahrung, bzw. Meisterdiplom. Sie werden aber auch als Vollstudium mit einer entsprechend längeren Dauer angeboten. Es ist möglich, die Ausbildung berufsbegleitend zu machen, wie z.B. in München. Seit September 2006 gibt es auch ein Seminar hier in Salzburg.
Im Gegensatz zu den Tendenzen im staatlichen Bereich können Waldorflehrer/innen nach einer Ausbildung mit einer sofortigen Anstellung rechnen. Das Stellenangebot ist enorm und bietet auch von den Örtlichkeiten her eine große Auswahl.
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