Projekt Mosaik-Sitzbank

(Bericht: Astrid Süphke)

"Schuld" an allem ist eigentlich Helmut v. Loebell, der mich vor einigen Jahren nach Kolumbien "entführte". Mitarbeiter und Jugendliche von Extra Muros hatten in Bogota eine Mosaikbank im Stil von Gaudi gebaut, die mich faszinierte. In Gabi Dau fand ich eine begeisterte Mitstreiterin, so dass ein ähnliches Projekt auch bei uns stattfinden konnte. Dabei übernahm Dieter Reiser mit den hochmotivierten Kindern der 3. Klasse im Zug der "Hausbauepoche" die Maurerarbeiten.

Der Grundstein wird mit grobem Schotter umgeben Zunächst wurde das Fundament ausgegraben - eine für Drittklässler nicht leicht zu bewältigende Arbeit! Es war fast einen halben Meter tief und wurde dann mit Schottersteinen, die in der Umgebung aufgelesen wurden, gefüllt. Besonders wichtig war dabei der Grundstein (aus Ton gefertigt), in welchen die Kinder ihre Namen verschlossen. Er wurde ganz unten hinein gegraben und vorsichtig abgedeckt.

Die Firma Ebner spendierte uns großzügig den benötigten Sand.Dann wurden die restlichen 20 - 30 Zentimeter mit Zement ausgegossen. Dafür musste erst Sand besorgt werden (den uns die nahegelegene Betonmischfirma Ebner dankenswerterweise zur Verfügung stellte), im richtigen Verhältnis mit Zement und Wasser gemischt...

Zement mischen treibt Schweiß!


...und schließlich eingefüllt.

Bevor der Zement hart wurde, schrieben die Kinder ihre Namen in die Oberfläche.

Anschließend ging's an die Maurerarbeit. Wieder wurde fleißig Mörtel gemischt, die Mauer musste die richtige Breite haben, die Fugen durften nicht zu klein oder zu groß sein, und dabei war auch noch auf die schön geschwungene S-Form zu achten! Die Wasserwaage tat dabei ihre wundersamen Dienste, so dass am Schluss wirklich eine gut gelungene Backsteinmauer im Schulhof stand.

Die Anwendung der Wasserwaage muss erst gelernt werden... Die Sitzbank ist (fast) fertig!

Jetzt kamen die Oberstufenschülerinnen zum Zug.

Der Verputz braucht die richtige Mischung von Zement, Wasser und Sand, sonst hält er nicht.

Ihre erste Arbeit bestand darin, die Bank zu verputzen.

Parallel dazu wurden Entwürfe gemalt, farblich passende Fliesen zerteilt und mit Fliesenkleber in mühseliger Kleinarbeit aufgeklebt.

Die Sonne meinte es gut mit uns - aber zu was gibt es Schirme?

Nicht nur die herunterbrennende Sonne, sondern auch technische Schwierigkeiten brachten die Schülerinnen zum Schwitzen! So manches Fliesenstückchen wollte nicht an seinem Platz bleiben oder fügte sich partout nicht in die Ebene ein...

Manche Fliesenstücke müssen erst passend geschlagen werden.
Der letzte Arbeitsgang war das Verfugen und das Säubern.

Kurz vor der Vollendung.